Was sind eigentlich Meridiane?
Die Meridiane durchziehen als ein System von Bahnen den menschlichen Körper.
In ihnen fließt die Lebensenergie und reguliert sämtliche Funktionen der Organe.
Jeder Meridian ist einem Organ beziehungsweise Organsystem zugeordnet. Über Akupunkturpunkte kann direkt auf diese strömende Energie eingewirkt werden.
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Traditionelle Chinesische Medizin
Wirkungsweise der Traditionellen Chinesischen Medizin
In der mehrere Jahrtausende alten Medizin der Chinesen wird der Mensch als Einheit von Körper, Geist und Seele betrachtet. Grundlage für die Gesundheit eines Menschen an Körper, Geist und Seele ist das freie, ungehinderte Fließen der Lebensenergie (Qi). In der TCM herrscht die Vorstellung, dass diese Energie in Leitbahnen, den sogenannten Meridianen fließt, die über den ganzen Körper verteilt sind. Kommt es zu einer Schwächung oder Blockade dieser Energie, z.B. durch klimatische Einflüsse, Verletzungen, unausgewogene Ernährung, dauernde Überforderung oder seelische Belastungen, fühlt sich der Mensch nicht mehr im Gleichgewicht; es entsteht ein Unwohlsein und damit letztendlich Krankheit.
Die Traditionelle Chinesische Medizin versucht nun durch verschiedene, auf den Einzelnen abgestimmte Behandlungsverfahren diese Blockaden aufzulösen, damit der Mensch wieder ins Gleichgewicht seiner Kräfte kommen kann.
Anwendungsbereiche der TCM
Chronische Schmerzzustände, Kopfschmerzen, Migräne, Tinnitus, Bluthochdruck, Schlafstörungen, Allergien, Heuschnupfen, akute und chronische Infektanfälligkeit, Neurodermitis, Nesselsucht, orthopädische Erkrankungen der Wirbelsäule und Gelenkbeschwerden wie z. B. Rückenschmerzen, Schulterschmerzen, Kniearthrose, Verspannungen der Muskulatur, Ansatztendinosen, Schmerzsyndrome, z.B. HWS-Syndrom, LWS-Syndrom, Fibromyalgie, chronische Müdigkeit, depressive Verstimmungen, Gewichtsnormalisierung, Unterstützung bei der Raucherentwöhnung, funktionelle Störungen, für die keine körperlichen Ursachen gefunden wurden.
Sollten Sie sich fragen, ob für Ihre speziellen Beschwerden eine TCM-Behandlung hilfreich sein könnte, sprechen Sie uns an. Wir versuchen Ihnen gern weiterzuhelfen.
Behandlungsmethoden der TCM
Es gibt vielfältige Behandlungsmethoden, die ganz individuell auf jeden Patienten abgestimmt werden. Zunächst wird ein individueller TCM Befund erstellt durch Befragung Puls- und Zungendiagnostik. Auf dieser Basis wird die Behandlungsmethode festgelegt.
In der Regel wird empfohlen, 10 bis 12 Behandlungen mit 1 bis 3 Sequenzen pro Woche durchzuführen.
Die Behandlung besteht aus folgenden Modulen:
Akupunktur
Ohr- und Körperakupunktur, Dauer 20 bis 30 Minuten
Stimulation der Meridiane (Energiebahnen) durch dünne Nadeln, die an bestimmten Reizpunkten an der Hautoberfläche gesetzt werden.
Dauernadel im Ohr
besonders bei chronischen Schmerzzuständen und zur Raucherentwöhnung.
Moxibustion
Die Akupunkturpunkte werden mit feinem Beifußkraut vorsichtig erwärmt.
Schaben (Gua Sha)
Gua Sha ist eine Schabetechnik zur Ausleitung pathogener Faktoren bei akuten
Erkrankungen. Sie wird in der Volksmedizin in ganz Asien angewendet. "Gua"
bedeutet "reiben" oder "Reibung". "Sha" beschreibt eine Stagnation von
Flüssigkeiten und Blut an der Köperoberfläche.
Bei Gua Sha werden bestimmte Hautareale mittels Strichbewegungen, die mit Druck
ausgeführt werden, behandelt. Die Methode wirkt sehr gut bei der Auflösung von
Blutstasen, Qi-Stagnationen, Schmerzen und Schwellungen. Auch Erkältung heilen
damit sehr schnell.
Die Wirkung ist ähnlich wie beim Schröpfen.
Schröpfen
Beim Schröpfen wird durch das Aufbringen von Glasgefäßen, den so genannten Schröpfköpfen, ein Unterdruck an der jeweiligen Hautstelle erzeugt. Durch den Sog an der Haut bilden sich häufig Blutergüsse und Bläschen, welches zwar schmerzhaft sein kann, aber eher als nützlich denn als schädlich angesehen wird. An den Stellen entsteht weiterhin ein Wärmegefühl. Nach der traditionellen fernöstlichen Heilkunde soll eine Schröpftherapie die Prinzipien von Yin und Yang in Einklang bringen und die Harmonie innerhalb des Organismus verbessern. Störungen im Fluss der Lebensenergie sollen durch das Schröpfen gelöst werden. Die Ansatzstellen für das Schröpfen sind daher häufig die Akupunkturpunkte oder auch die Reflexzonen.
Chinesische Heilkräuter (Traditionelle Chinesische Phytotherapie)
Sie können als Tee, Pulver oder als Tropfen verabreicht werden, entweder als Ergänzung zur Akupunktur oder zur alleinigen Therapie.
Chinesische Diätetik nach den 5 Elementen
Die chinesische Ernährungstherapie stellt eine individuell auf den Einzelnen zugeschnittene Ernährungsform dar.
Die Grundlage der chinesischen Ernährungslehre ist die Einteilung jedes Lebensmittels nach seinem energetischen Verhalten. Dieses energetische Verhalten ist vorrangig für die heilsame Wirkung eines Lebensmittels verantwortlich und für seinen Bezug zu einer der 5 Wandlungsphasen (5 Elemente). Je nach Auswahl und Zubereitung unserer Lebensmittel können wir somit Körperfunktionen, ja sogar Beschwerden und Krankheiten beeinflussen.
Die Ernährungsberatung ist ein fester Bestandteil der TCM und kann sehr gut durch eine begleitende Akupunkturbehandlung, insbesondere eine Ohrakupunktur, ergänzt werden. Häufig kommen hierbei Dauernadeln zum Einsatz, um den Behandlungserfolg auch in den Tagen nach der Akupunktur zu festigen.
Tuina
ist eine, manuelle, chinesische Massage bei Verspannungen und Schmerzzuständen und hat innerhalb des Konzeptes der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) einen hohen Stellenwert.
Shiatsu ist ein japanischer Begriff und bedeutet Fingerdruck. Die in Japan entwickelte ganzheitliche Körpertherapie basiert auf einer aus China stammenden Massagetechnik. Wie in der Akupunktur werden bei einer Shiatsu-Massage energetische Punkte entlang der Meridiane des Körpers aktiviert, wobei nicht ausschließlich die Muskelkraft der Hände eine Rolle spielt, sondern vielmehr das Körpergewicht der Shiatsu-Therapeutin.
Handballen, Finger, Ellenbogen und Knie sind im Einsatz - an Rücken, Fuß und Unterschenkel.
Die Shiatsu Massage unterscheidet sich insofern von herkömmlichen Entspannungsmassagen, weil der gesamte Körper in die Behandlung integriert wird. Durch achtsame Shiatsu-(Fingerdruck-)Techniken, Dehnungen und Lockerungen können Körper, Geist und Seele tief entspannen und sich regenerieren. Die ruhigen und fließenden Bewegungen helfen,
vom Alltag loszulassen und sich wieder zu erholen.
Mit gezieltem, einfühlsamem Druck wird der Energiefluss in den Meridianen angeregt und ausgeglichen.
Regelmäßig angewandt, führt Shiatsu zu mehr Gelassenheit und Lebensfreude und hat einen stärkenden Effekt auf das Immunsystem.
Shiatsu wird beispielsweise angewandt bei
-Beschwerden am Bewegungsapparat
-Muskelverspannungen
-Kopfschmerzen
-Stress
-Atembeschwerden
Qigong ist eine chinesische Meditation-, Konzentrations- und Bewegungsform.
Zur Praxis gehören Atemübungen, Körper- und Bewegungsübungen, Konzentrationsübungen und Meditationsübungen. Die Übungen dienen der Anreicherung und Harmonisierung des Qi und ergänzen und erweitern die TCM-Behandlung.